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Freitag, 1. März 2019

Schaumstoff-Schneider/ FoamCutter HandTool DIY, mit Akkubetrieb

Bei der Arbeit am Lidl-Gleiter vor ein paar Wochen störte es mich wieder einmal, daß die Ausschnitte für Servos im Formschaum entweder sehr aufwändig oder von der Qualität her mangelhaft sind. Ermüdend lange dauert es auch. Schon seit ewigen Tagen kommt bei solchen Gelegenheiten der Gedanke an ein kleines, schnuckeliges Heißdrahtwerkzeug hoch, mit dem man doch einfach die gewünschten Konturen aufschmilzt und problemlos die Ausschnitte fertigt.
.. und wenn dann ein 3D-Drucker zur Verfügung steht, steht der Umsetzung eigentlich nichts mehr im Wege. Also eine Bestellung im fernen Osten (PWM-Regler) und eine in Deutschland (Edelstahl-Heizdraht und XT60E) gemacht und nachdem 12 Tage später alles hier war, konnten der Griffel und das Gehäuse nach Maßabnahme gezeichnet und gedruckt werden.
Gestern habe ich alles lose zur Probe verdrahtet und eine paar Messungen gemacht, nach zufriedenstellenden Werten konnte ich heute alles montieren und testen.

Das Gerät funktioniert einwandfrei und wird die Lust auf  Selbstbau-Modelle weiter beflügeln.

Hier ein paar Bilder, Links zu den von mir verbauten Teilen sind unten zu finden, nur zur Info, ich erhalte keinerlei Provision oder ähnliches!


Die Wanne hinter der Steuereinheit nimmt auch den Akku auf, 3S LiPo ist optimal. Mit dem Drehregler wird die Heizleistung eingestellt.


Wohin mit den Schneidedrähten am XT60-Buchsenstecker? Also habe ich gleich noch eine Ablage vorgesehen.


Für die möglichst kurze Zuleitung zum Griffel habe ich eine vorhandene PUR-Mantelleitung genommen, die verzeiht auch mal im Gegensatz zu den üblichen PVC-Isolierungen einen kurzen Kontakt zum Heizdraht.

Hier die Heizdrahtformen des ersten Tages, weitere kann man ja nach Bedarf schnell fertigen.


Da der verwendete Edelstahldraht kaum dazu zu bewegen ist, Zinn anzunehmen, ist die Ösenform der Drahtenden wichtig, um über die Formschlüssigkeit ein Lösen des Drahtes zu verhindern.

Beim Löten an den XT60-Stecker ist es ratsam, immer einen Gegenstecker aufzustecken. Dies vermeidet bei längeren Lötzeiten ein Wandern des Kontaktes durch Erweichung des gelben Kunststoffes.




Die kurzen 4x für die Leiterplatte, die längeren 2x 2 für die beiden XT60E-M Stecker





Das Material (Zukaufteile):

-  Regler-Leiterplatte bei banggood
   oder bei ebay.de

-   Edelstahldraht V2A - Ø 0,80 mm Edelstahl Heizdraht Styropor 0,8 mm

-  XT60E-M


!!! Wichtig sind die im Video zusehenden Abstandshalter, so bekommt die Elektronik Kühlluft von unten !!!

Hier noch das Gerät in Funktion:





Gefällt die das Gerät? Schreib was dazu!

Gruß

Sonntag, 3. Februar 2019

EWD-Waage für Flugmodelle - elektronisch

Im letzten Sommer fand ich beim Stöbern auf Thingiverse Bauteile zum Aufbau einer EinstellWinkelDifferenz-Waage für Flugmodelle (was für eine Wortschöpfung der deutschen Sprache). Dankenswerter Weise hat der Autor Max auch gleich auf seiner Homepage eine komplette Beschreibung samt Bauteilliste, Verdrahtungsschema und vor allem den Arduino-Sketch veröffentlicht, so daß interessierte Modellbauer mit ein wenig Elektronikerfahrung gleich loslegen können.
Die Kosten sind recht gering, und wer keinen 3-Drucker sein Eigen nennt, kann sich beim Entwickler die Teile bestellen.
Vor Weihnachten habe ich mir die noch fehlenden Sensor-Boards bestellt, in der Zwischenzeit die 3D-Teile gedruckt und wurde bei einem Besuch in einem TOOM-Baumarkt auch beim passenden ALU-Profil fündig (1.000x12.5x7.5mm³).
Der mechanische Aufbau ging rasch von statten, die Elektronik bereitete auch keine Probleme, wenn man beachtet, daß beim fernöstlichen GY-45 Sensorboard bei einem Sensor der SA0-Adresspin auf 3V3 gelegt werden muß (dafür kann der 10kOhm-Widerstand entfallen). 
Die Adressen waren dann bei meinen Modulen:
- GY-45 Neigungssensor A     0x1C hex
- GY-45 Neigungssensor B     0x1D hex
- LCD-Modul                           0x27 hex

Zum Arretieren der Schiebeteile der Waage werden M3-Schrauben verwendet, hier habe ich zur leichteren Handhabung noch ein paar Bedienknöpfe gedruckt, in die die M3-Schrauben mit Kontermutter eingeharzt wurden. Bei M3x10 darf die Mutter nur bündig im Knopf sitzen, bei M3x12 kann man die Schraube bis zum Anschlag einkleben. Und als Topping, nicht daß man es unbedingt braucht, für die Alu-Quadratrohre noch ein paar Endstops.

Ich möchte dem Autor Max für dieses tolle Projekt und die ausführliche Beschreibung, insbesondere zur Kalibrierung, meinen herzlichen Dank sagen.

Hier noch ein paar Fotos.

Die fertige EWD-Waage (incidence meter)

.. und geöffnet

Arretierungsknöpfe

Detail

So, nach einigen Tests mit Winkellehre geht es jetzt daran, ein paar Flieger auszumessen.


Montag, 28. Januar 2019

Lidl Gleiter - Umbau-Vorstellung zum ein-tausendsten

Ende Januar, da naht die stürmische Frühlingszeit. Der richtige Zeitpunkt, um die länger geplante Verwandlung meines 2. Lidl-Gleiters zu einem RC-Modell zu realisieren. Alle 6 Monate kommen die Flieger anscheinend bei Lidl ins Regal.
Der Gleiter soll mit möglichst wenig Aufwand und Mehrgewicht zu einem alltagstauglichen Wurf- oder Hangfliegerchen für den Spaß zwischendurch umgebaut werden.

Mit 2 Servos, dem mindestens 2-Kanal-Empfänger und Stromversorgung mit 4x AAA Eneloops ist man dabei. ein leichterer LiPo Akku lohnt nicht, da das Gewicht vorn im Rumpf gebraucht wird.
Der Sender braucht eine V-oder Wing-Mischfunktion. Wenn wie hier nur die Tragflächen Ruder besitzen, muß die Höhenruderfunktion im Sender invertiert werden.

Um die Anlenkung einfach und dauerhaft spielarm zu gestalten, habe ich ein paar Teile in 3D gezeichnet, die STL-Dateien könnt Ihr auf Thingiverse herunterladen.
Wer den Umbau machen will, ohne einen 3D-Drucker zu besitzen, dem kann ich die Teile schicken (PayPal Freundschaft 1,50 Euro für Deutschland, andere nach Absprache), per Polsterumschlag.

Zu erklären brauche ich wohl nicht viel, die Bilder sagen das Meiste. Wenn nicht, stellt Fragen.



So solls mal aussehen
Wegen des Knicks im Flügel (Ohren) muß die Anlenkung beweglich sein, um nicht den Flügel zu verwinden. Darum die verzapfte Mitnahme am Außenknick.

3mm Durchmesser einhalten wegen der Gleitpassung am Ggenstück

Die 3D Druckteile

Mit Lineal und scharfem Skalpell oder Messer die Ruder von unten her freischneiden.

Einkleben des Servo-Gegenstücks.

Akkuposition nach dem Einfliegen.
Die Anlenkungen von oben.
Der Spalt in Normalposition ist wichtig, bei Bewegung des Ruders nach oben verschwindet er.
 
Jetzt nur noch die Steuerung rein und ab geht es in die Luft.

Viel Spaß

Montag, 13. August 2018

Spaß-Flieger Nuri mit FlightStripe - fertig

Nach einiger Zeit der Untätigkeit wegen der tropischen Hitze in meiner Region habe ich den ersten Wing fertig gemacht, zuerst die Ruder abgetrennt und mit 4mm Balsa die Kanten verstärkt, Scharniere eingesetzt und wieder montiert.
Dann die LED-Stripes senkrecht in die Flügel-Unterseite gesteckt und in Anständen verklebt, mir gefiel die Leuchtrichtung nach vorn am Besten. für die Ohren/ Winglets habe ich die  Stripes aufgeschnitten und 4cm Leitung dazwischen gelötet, um gut von Fläche zu Winglet zu kommen.
Als nächsten Schritt 2 Servos eingebaut, entgegen den Empfehlungen des Wing-Herstellers nehme ich fast ausschließlich Metallgetriebe-Servos, hier 2 analoge 13g-Typen. Die Anlenkung wegen Servoschutz oben.
Nun aus 2mm Sperrholz einen passenden Mini-Motorträger gesägt, eine vorher angepaßte Pappschablone hilft, Verschnitt zu vermeiden.
Nach dem Verkleben des Trägers wurden die Komponenten wie ESC mit 5A-BEC (aus der Kiste, 3A sollten mindestens sein) in die Fläche von unten eingelassen, ebenso der Empfänger und die flightStrip-Steuerung.
Der Schwerpunkt/ Neutralpunkt wurde grafisch ermittelt, beim Erstflug konnte ich die Richtigkeit feststellen, wenige Millimeter weiter verlege ich den Schwerpunkt noch nach hinten, da ich etwas Höhenruder trimmen mußte.

Die Steuerung kann ja auf automatischen Durchlauf der Programme programmiert werden, ich nutze aber die Möglichkeit, mit einem Momentschalter die LED-Programme durchzuschalten. 6 Programme und AUS habe ich momentan eingestellt, das ist je nach Vorlieben zu machen. Ebenso ist die Auswahl per Poti möglich. Das aktive Programm lasse ich mir ansagen, dank Taranis mit OpenTX kein Problem.

Nachdem diese Komponenten montiert waren, habe ich auf der Flügel-Oberseite den Akku so platziert, daß der Schwerpunkt sicher erreicht wird. Ich hatte mit einem vorhandenen 1,8Ah Akku begonnen, aber bald gemerkt, daß 3S  1,3Ah vollkommen für 15min Flug ausreichen. Für den/die Akku(s) habe ich einen Begrenzungsring aus EPP auf die Fläche geklebt und den Akku mit einem Gummiring gesichert.


Ein paar unbestückte Leiterplatte habe ich noch abzugeben. Wer für den Bau nichts übrig hat, dem kann sicher auch geholfen werden.

p.s. Beim abendlichen Erstflug und den folgenden waren deutlich mehr Zuschauer als gewöhnlich am nahen Straßenrand zu sehen und wollten den "Flieger" ansehen und -fühlen.  Auch wegen der unüblichen Zeit erstaunlich.


Montag, 23. Juli 2018

Spaß-Flieger Nuri mit FlightStripe - im Bau

Juli 2018, Beginn der Hundstage.

Mitten in der Sommerhitze ist die richtige Zeit, an den Herbst mit seiner immer schneller abnehmenden Helligkeit zu denken.
Vor Jahren schon gelesen, von Modellfliegern eines benachbarten Vereins im letzten Winter mit viel Spaß  zelebriert, will ich nun auch mal mit kindlicher Lust bunte Figuren an den Abendhimmel zaubern, am Besten in Gemeinschaft mit ein paar anderen Gleichgesinnten (ich höre schon meine Frau "je oller, desto doller"). Recht hat sie, aber wir alle wollen Spaß.

Ein 80cm Nuri von Causemann.de wird der Träger der LED-Streifen.
Nur die Nuri-Flächen sind verklebt, für einen ersten optischen Eindruck der Streuung wurde der Flieger nur direkt auf die LED-Streifen gelegt



Da ich an der Code-Tastatur ziemlich unfähig bin, aber gern bastle und löte, erinnerte ich mich an das Projekt FlightStripe im Forum  fpv-community. Der Programmierer des Code-Tools, Yannik, scheint nicht mehr in diesem Forum aktiv zu sein.
Da ich für Freunde und mich eine Schaltung des öfteren mehrfach aufbaue, liegt es nahe, eine neue Leiterplatte zu zeichnen.
Und da der preiswerte Leiterplattenfertiger nur zu einer bestimmten Mindeststückzahl, welche zu groß für mich ist, fertigt, kann ich so einige Leiterplatten zum Selbstkostenpreis + Versand abgeben.

Wer also Lust hat, auch so eine Steuerung schnell und sicher aufzubauen, kann sich melden!


Hier ein kurzes Video vom ersten Test unter der Wing-Fläche:



Anleitung zum Aufbau und Bezug



Bald geht es hier weiter .....

Sag was!

Samstag, 12. Mai 2018

Der Receiver X8R von FrSky von innen

Heute habe ich mal einen etwas älteren, aber technisch guten Modellflug 8-Kanal-Receiver X8R  mit 16-Kanal S-BUS und Sensor-S-PORTgeöffnet, um ein paar Bilder vom Innenleben zu machen, da ich im Netz kaum Fotos von Platine & Co. finden konnte.
Grund war die online- Fehlersuche eines Modellbauers in einem Forum, der einen sehr seltsamen Fehler beschrieb, was meine Neugier weckte.

Hier einfach mal die Bilder, die ich für die weitere Verwendung, sofern dadurch nicht Rechte dieses Blogger.com Blogs verletzt werden, für die freie private Verwendung freigebe.

Die Platine hat die Revisions-Nummer 5.















Sonntag, 18. März 2018

Der G-RX8 Receiver von FrSky bekommt ein 3D-Druck-Gehäuse

Ein neuer 8-Kanal-Receiver kam gerade recht, um ihn in der ASH-26E zu testen. Klein, mit 6(8) PWM-Ausgängen sowie weiteren Kanälen am SBUS schon schön, am Besten ist jedoch das trotz der kleinen Abmaße eingebaute Vario.
Beim Auspacken war ich etwas enttäuscht, da der Receiver mit einem bedruckten Karton (Pappe) als Gehäuse ausgeliefert wurde. Für den Preis hatte ich bisher immer ein festes Gehäuse erwartet und auch erhalten.
Schon am nächsten Tag nach einigen Steckungen der Servos, zum Testen ein paar mal an- und wieder abgesteckt, wurde das "Gehäuse" labberig.
Also habe ich heute mal den Rechner zum Zeichnen und den 3D-Drucker angeworfen.
Das Ergebnis kann sich - denke ich - sehen lassen (meine Druckfähigkeiten hängen da noch hinterher).


















Die Befestigung ist in meinem Segler mit einen doppelseitigen Schaum-Klebestreifen vorgesehen,
es ist jedoch leicht, Halterungen für Schraub- oder Klettbandbefestigung anzubringen.
Wer so etwas braucht, einfach hier melden.

Im Drucker war gerade weißes Filament, gut zum Fotografieren, wegen der Lichtempfindlichkeit des Drucksensors an der Unterseite der Platine empfehle ich aber, möglichst dunkles Filament zu verwenden. Scheinbar auch dem gleichen Zweck dient ein ab Werk vor dem Sensor platziertes Stück dunkler Schaumstoff, der sowohl als Lichtschutz als auch als "Pop"-Schutz möglichst nur die statischen, nicht die dynamischen Luftdruckänderungen an den Sensor läßt.
Also nie ohne - Schaumstoff vor dem Sensor!

Das STL-file könnt Ihr Euch direkt von Thingiverse herunterladen. Wenn es Euch gefällt, abboniert diesen Kanal und/oder liked es auf der Downloadseite.



Das Gehäuse samt Klebepad wiegt gerade einmal 4,1 Gramm, das paßt in jeden Segler!
Die Feinwaage bis 200g ist brandneu und ein Geschenk von SG-38 an mich, vielen Dank dafür!

 

Bis bald einmal,
Grüße von Bussard