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Freitag, 29. September 2017

FPV-FlächenModell aus dem 3D-Drucker? #5

Heute war der Erstflug - das Wetter am Minihang war gut, erst ließen wir unsere Leichtwind-Hangsegler eine Weile fliegen, schön, wenn sich 4 Modelle am Himmel austoben.

Dann kam der Straight-A dran. Erst einmal Rudercheck - OK, Motor - OK.
Bei Vollgas am 4S-Lipo-Akku schwebt er schon fast aus der Hand senkrecht nach oben, also mehr als genug Schub. 
Etliche Male schon in den Wochen zuvor getestet, vibrierte auf einmal beim Anlaufen das ganze Modell - was war los? Beim Klapp-Propeller blieb einmal trotz Leichtgängigkeit ein Blatt angeklappt, das andere rotierte mit maximalem Radius. Bei weiteren Tests war wieder alles normal. Trotzdem, hier muß Abhilfe geschaffen werden!

Dann an der Hangkante nochmal Rudercheck:
Alle Ruderfunktionen OK, Motor ist aus beim Werfen, Wölbklappen leicht nach unten
Tief Luft holen und ab in die Luft. Gleich den Motor eingeschaltet, etwa Halbgas. Damit stieg er schon recht bald steiler als gewünscht hoch, die Nase wollte immer höher. Also habe ich beherzt gedrückt, damit ging der Affentanz los, nun unterschnitt das Modell und war nach einer Sekunde im Sturzflug. Nur mit sehr wenig Gas und heftigem Höhenrudereinsatz war das Modell überhaupt in der Luft zu halten. Also so schnell wie möglich vom Flug über Wasser zurück über Boden. An eine normale Landung war nicht zu denken, es wurde sehr hart und einiges ging zu Bruch. Eine Weile wird die Reparatur schon dauern, vor allem, weil ich jetzt eine Woche nicht zu Hause sein werde.

Warum? Der Schwerpunkt war zu weit hinten. Ich hatte den CG auf 1/3 der Flächentiefe eingestellt, eigentlich sollte das OK sein, ist es nur nicht gewesen. Beim nächsten Versuch werde ich auf Nummer sicher gehen und viel kopflastiger tarieren.

Der Modellbaufreund, der das Modell abgab, hatte damit kein Problem, allerdings werde ich noch Sandpapier an die Seiten des Rumpfes kleben für bessere Haftung. 
  
Mein Fazit: Die Steuerbarkeit ist gut, jetzt muß nur noch der Schwerpunkt stimmen, wenn das Modell wieder repariert ist.

Hier noch ein paar Bilder vom Start:





Schreibt eure Meinung einfach hier, ohne Feedback wird es langweilig für mich.

Bis bald. 



Sonntag, 24. September 2017

FPV-FlächenModell aus dem 3D-Drucker? #4

In der Vorwoche kam der Klapp-Propeller an den Motor, die Tragfläche habe ich mit Japanpapier bespannt (die Tragfläche ist damit steifer als mit Folienfinish). Die Querruder und die Wölbklappen habe ich fertig gezeichnet, gedruckt und angebracht.


Jetzt sind vor dem Erstflug noch die "kleinen" Dinge zu erledigen, die so viel Zeit kosten: 
  • Halterungen für die LEDs drucken
  • LEDs anschließen und an der letzten Rippe montieren (links rot, rechts grün)
  • Winglets ankleben
  • Empfänger einbauen und das Modell programmieren




"Zum Glück" ist heute schlechtes Wetter, es regnet alle paar Minuten ein wenig, so daß erst gar nicht der Wunsch zu stark werden kann, mal schnell den Erstflug zu machen.
In ein paar Tagen wird es hoffentlich mal besser, dann geht es ab in die Luft.

Bis dann ....

Mittwoch, 13. September 2017

FPV-FlächenModell aus dem 3D-Drucker? #3

Vor dem Verschließen der Fläche mit der oberen Balsa-Beplankung habe ich die Servos eingesetzt, aus Erfahrung bevorzuge ich Metallgetriebe-Typen. Hier für die Querruder DS-939MG Digiservo und für die Wölbklappen kräftigere DS-238MG Digitalservos. Wegen des leichteren Einbaus lenke ich die Ruder alle oben an - Querruder und Wölbklappen.
Wenn ich Digitalservos verwende und die Zuleitung sowieso verlängern muß, setze ich nahe eines jeden Servos einen Elko von etwa 47 - 100µF ein. Dies fängt Spannungsspitzen ab, die beim Anlaufen der Servos entstehen und die interne Elektronik des Servos stören können, so dass sie sonst oft summen und brummen. Das verbraucht unnötig Energie und verschleißt die Servomechanik.
Wenn das auch nicht in jedem Fall nötig wäre, es hilft oft genug und beruhigt mich ungemein.

Servo mit Pufferelko 47µF/16V

Durch die vielen Löcher in den Rippen ist die Kabelführung kein Problem.

Für die Verbindung der 4 Servos zum Empfänger reicht als Zentralstecker normalerweise ein Standard-MPX-Stecker 6-polig aus.
Weil ich aber oft erst nach Feierabend fliegen gehen kann, kommt ein Positions-Flashlight an jeden Randbogen, so daß die Position des Modells auch bei zunehmender Dämmerung und grauer Bewölkung gut zu erkennen ist. Dafür braucht man keinen zusätzlichen Stecker, Es gibt von der Firma Muldental Elektronik einen 8-poligen Steckverbinder, der auch von den üblichen Modellbauhändlern in Deutschland angeboten wird.
So habe ich alle nötigen Verbindungen zur Tragfläche mit einem Stecker erledigt.


An der zentralen Tragflächenbefestigung habe ich den Stiftstecker nach unten bündig verklebt, so kommen aus dem Rumpf die spannungsführenden Leitungen als Buchse und somit sicherer gegen zufälligen Kurzschluß.

Tragflächenbefestigung mit 8-poligem Stecker für 4 Servos und 2 Blitzlichter
Das Leitwerk habe ich noch nicht verklebt, so kann ich vor dem Erstflug leicht die maximale Länge des Leitwerkträgers ermitteln, ohne dass ich zusätzliches Gewicht vorn im Rumpf benötige. Die vom Konstrukteur angegebene Länge passt aber anscheinend recht gut bei mir.
Auch kann so noch vor dem Erstflug die Einstellwinkeldifferenz (EWD) zwischen Tragfläche und Leitwerk über die Rohr-Anschlussteile leicht eingestellt werden.


Die Querruder und Wölbklappen drucke ich mit anderen Drehpunkten neu, die Ruder setze ich im CAD aus einzelnen Elementen zusammen:
Querruder-Teile mit viel Ausschlag nach oben, weniger nach unten

Wölbklappen-Teile mit viel Ausschlag nach oben, sehr wenig nach unten
Die Winglets hat nach einer Skizze von mir mein Bruder konstruiert, hier reichen meine 3D-Fähigkeiten (noch?) nicht aus.
Danke dafür an den Deister!


Die Beule ist für die flash-LED in jedem Winglet, die so in einem weiten Winkel zu sehen sein wird.
Als LED nehme ich 12V/ 10W-Typen, von denen ich noch einige von einem anderen Projekt zu liegen habe. 

So, und jetzt müssen noch ein paar Teile gedruckt und montiert werden.
Wenn alles funktioniert, werde ich die 3D-Druck-Daten bei thingiverse.com einstellen.

Bald geht es hier in die finale Phase.
Bis dann ...



Samstag, 19. August 2017

FPV-FlächenModell aus dem 3D-Drucker? #2

So richtig viel ist nicht geworden seit dem letzten Post, aber das schöne Flugwetter zieht dann doch mehr als Werkstattarbeit.

An der Tragfläche (die ich ein einem Stück lasse, nicht teilbar) habe ich die Nasenleiste aus Kiefer verklebt, die Endleiste aus Balsa sowie im Mittelteil des Flügels zusätzlich gedruckte Viertel-Rippen.

 Vier Balsabretter 1,5mm weich wurden für die untere Beplankung verleimt und dann mit der über die gesamte Flügelbreite geraden Nasenleiste verklebt (mit PUR-Leim HV860). Der ist sehr leicht, klebt gut, quillt auf und füllt dabei Spalten und Lücken.



Dann habe ich mir ein paar Servos mit Metallgetriebe aus meinem Vorrat genommen und Halterungen gedruckt (5.1g/ Stck).



Nach dem Aushärten dann auf dem Baubrett die gut befeuchtete Balsabeplankung um die Rippen gebogen, mit Sekundenkleber fixiert und mit PUR-Leim verklebt.




Heute habe ich dann die vorhanden Komponenten mal für einen ersten Gewichtscheck zusammengebracht - es sieht gut aus für den CG.
Daß das Ganze kein Leichtflieger werden wird, war klar. Mal sehen, welche Flächenbelastung zum Schluß herauskommt..



Bald gehts weiter....



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Hier noch die 3D-Druck-Dateien meiner Änderungen/ Ergänzungen:
- Servohalter https://www.thingiverse.com/thing:2481564
- halbe Rippe:




Sonntag, 6. August 2017

FPV-FlächenModell aus dem 3D-Drucker? #1

Auf Thingiverse ist mir ein interessant aussehender Modellentwurf aufgefallen, der als FPV (first person view) -Träger geeignet erscheint. Da seit ein paar Monaten ein 3D-Drucker bei mir sein (Un)wesen treibt, habe ich mir den Nachbau dieser Entwicklung als Sommeraufgabe gemacht.

Die Herausforderung für mich ist, mir die Feinheiten der Filamentdruckerei zu erarbeiten und dabei nicht gleichzeitig das Rad neu erfinden zu müssen.

Gut finde ich, dass der Flügel nicht komplett aus dem Drucker kommt, zahlreiche crash-Videos zeigen die doch recht hohe Rißgefahr an den Druckebenen.
So werden bei diesem Modell die Rippen gedruckt, dazu kommen Kohlefaser-Vierkantholme für die Stabilität und eine Balsa-Beplankung für eine glatte Oberfläche und weitere Stabilität + Verwindungssteifigkeit.

Hier ein paar Fotos vom bisherigen Baufortschritt:

Rumpf nach Anleitung gedruckt und verklebt, es kommt dann ein Klapp-Propeller dran.

vorsichtiges Nachfeilen der quadratischen Holmlöcher, bis sie genau passen


Alles wurde mit 10°C erhöhter Nozzle-Temperatur und stark reduzierter Ventilation gedruckt, so dass die Lagen regelrecht verschweißt wurden. Das zieht zwar Fäden, hält dafür aber wie aus einem Guss.



Als Bauunterlage habe ich mir "ZentimeterPapier" gedruckt, die Holme und Rippen ausgerichtet und sie mit mittelviskosem Sekundenkleber fixiert.

Am Übergang vom geraden zum sich verjüngenden Tragflächenteil habe ich eine Rippe mehr als geplant eingebaut.

Ein paar Sachen, die mit beim Druck der Teile aufgefallen sind, kann man noch verbessern:
- die profillosen Leitwerks-Ruderflächen sind nicht hinten verjüngt, sondern stumpf vorgesehen, so viele Verwirbelungen mag ich gar nicht
- die Wölbklappen können sich der Planung nach nach oben und unten fast genauso weit ausschlagen, es wird aber nahezu nur nach unten benötigt, dafür so weit als möglich (das ist bei machen Fluggebieten bei mir auch sicher nötig)
- die Tragflächenbefestigung auf dem Rumpf kann nach meiner Einschätzung die Fläche nicht sicher fixieren und ist doch nicht so fest, um bei einer Scherlandung den Schaden gering zu halten


So, nun erst mal weiter bauen (meist nur am Wochenende), dann geht es hier weiter ....

... stay tuned ...

Samstag, 22. Oktober 2016

Apollo 1550 von Hobbyking



Ein neuer Flieger für den Minihang mußte her, der inzwischen 10 Jahre alte Dread von Decker-Plans bräuchte den 4. neuen Balsarumpf, das nervt langsam und so schaute ich mich nach einen preiswerten Nachfolger um. 
Das Desingn gefiel nicht nur mir, und so ging eine 3er-Bestellung raus. Heute war Einfliegen angesagt, fast windstill, also nix mit Hang und damit raus auf die Wiese.

Das Fazit vorweg: Mit etwas Bauaufwand ein gut fliegender wurffähiger Gleiter, der sich auch an Hängen unter Schwachwindbedingungen gut macht und dabei auch schön aussieht.
Das täuscht nicht darüber hinweg, daß das Modell nicht besonders gut gebaut wurde, das fängt bei den Flächen an - anscheinend baut jemand nur rechte Flächen, ein Anderer Linke. Anders ist kaum zu erklären, daß bei mehreren von uns gebauten Exemplaren immer die rechte Fläche deutlich schwerer ist, immer die linke Fläche verzogen gebaut/ bebügelt wurde und die Nasenleisten unterschiedliche Ausformungen geschliffen bekamen.
Im Netz las ich, daß etliche Brüche des Leitwerkträgers bei unsanften Landungen auftraten. Da wir gern am kleinen Hang bei ruppigen Landebedingungen fliegen, haben wir die Leitwerksträger sogleich mit einem Kohlefaserschlauch und sehr wenig 24h-Harz überzogen, so scheint diese Gefahr gebannt.


Der beiliegende Flächenverbinder ist ein Witz, mein Modellbaulehrer vor Jahrzehnten würde sagen "da paßt ja noch ne Hand mit rein". Das machte die Entscheidung leicht, die Flächen zusammenzukleben, kein Transportproblem im montierten Zustand. Fester ist es so allemal.

Beim Höhenleitwerksträger war ich zunächst mißtrauisch, aber das Plastikstück war auch nach Gefriertruhenaufenthalt nicht brüchig geworden - gut so. also aufgeschlitzt und so auf das durch Zusatzschlauch dicker gewordene Rohr geklebt, mit Absicht nach oben wegen unseres Landegebietes.



Für die Option, eventuell mal einen kleinen Antrieb nachzurüsten, flog der Servorahmen aus der Kabine, er war eh nur angeheftet, nicht fest verklebt - vielleicht auch so gewollt, denn der Rahmen im Rumpf unter den Flächen ist bombenfest verklebt. Jetzt kamen die beiden Servos unter die Fläche in den Rumpf, so daß vorn viel Platz für Empfänger, BEC und Akku (2S, 1Ah) ist. So reichen auch die Servokabel aller Servos ohne Verlängerung aus.



Schwerpunkt nach Angabe markiert, wirklich so weit vorn? Nö, 18mm weiter hinten habe ich bei meinem Gleiter erflogen (sieht gut aus für den Antrieb)!
Und die Kabinenhaubenbefestigung mit einer Schraube, das ist wirklich 1970er Stil.
Leute, das geht auch preiswert besser!

Und jetzt den Akku nachladen, mal sehen, wieviel mAh bei den 5 Wurfen und 12 Schleuderstarts aus dem Akku entnommen wurden.



Freitag, 22. April 2016

Der fünf Minuten Spass für zwischendurch


Spassmotorraedchen
http://www.aliexpress.com/itemStunt-Mini-Red-RC-Remote-Control-Racing-Motorcycle-BIKE

Vor ein paar Tagen kam ein kleines Päckchen von aliexpress an, dem ein 2 Wochen zuvor bestelltes Mini-Motorrad von etwa 11,5cm Länge entsprang. Kostenpunkt etwa 20$.
Schnell den Akku geladen, eingebaut, 2 R6-Batterien in den Sendergriff, eingeschaltet und gleich mal raus zum testen.
Was soll ich sagen - da ich bisher nur fliegendes, schwimmendes und nicht 2-rädriges fernsteuerte, wunderte es mich zunächst nicht, daß ich immer gegen Wände und auf den Rasen fuhr. Da der kleine Flitzer seinem Namen alle Ehre macht, fiel mir erst später der Grund für die laufenden Ausreißer auf: für mich steuerte das Teil immer in die falsche Richtung!

Geguckt, gestaunt, AHA - das Lenk-Rad läßt sich leicht auf die linke Seite des Senders umstecken - alles SUPI. Aber denkste, auch mit linker Lenk-Hand das gleiche Spiel, immer verkehrt herum.
Nun weiß ich ja nicht einmal, ob das so richtig und nur meine Denke und die Gewohnheit falsch herum sind, aber für mich kam nur eine Umstellung in Frage.

Also den Sender geöffnet und auf der Platine nachgesehen, es geht ganz leicht, die Steuerrichtung zu ändern.

Hier ein paar Bilder dazu.

Der Sender vor der Richtungsänderung

Sender nach dem kleinen Eingriff
Die freigekratzten Leiterzüge



verlöten und schon "lüppt" es
Und NUN - jetzt macht mir der Flitzer so richtig Spaß. Bei glatter Fahrbahn kommt er auf eine beachtliche Geschwindigkeit, ist wendig und wenns mal schiefgeht, kann er dank Seitenstütze meist ohne Hilfe wieder losfahren.
..... hätte ich doch nur gleich Ersatzakkus mibestellt ....

So, noch mal schnell ne Runde drehen!